Hallo Veit,
vor ca. 3 Jahren bin ich zufällig auf dich gestoßen, verschlinge seit dem Bücher, Podcasts und Vorträge… ich habe meinen langweiligen Job gewechselt, meine Beziehung beendet, unter der ich gelitten habe und bin umgezogen.

Ich konnte das Zerren des Schicksals nicht mehr ignorieren und befinde mich auf dem Weg in eine neue Phase meines Lebens. Ich spüre, dass sich etwas ändert und dass ich mich positiv entwickel… bis ich dann mal wieder in den angesammelten Mist trete… denn der Haufen ist mittlerweile ganz schön groß. Ganz logisch, wenn man sich aus Angst immer wieder selbst Steine in den Weg legt. Für kurzweiligen Spaß, den ich mit wahrer Lebensfreude und -bestimmung verwechselte. Und dann noch kombiniert mit der betäubenden Wirkung von Alkohol… und den anschließenden Vorwürfen an mich selbst. Immer wieder habe ich das warnende Gefühl ignoriert, dass ich in diesen Momenten Fehler machte (gegen meine innere Stimme arbeitete) und habe weder auf die Konsequenzen geachtet, noch Verantwortung übernommen … Um dann später im Stillen darunter zu leiden und letztendlich zu verdrängen…

Die Angst, wohin mein Leben führt, wiegt schwer! Die Frage, die mich am meisten beschäftigt: warum bin ich hier…?? Was ist meine Aufgabe auf dieser Welt? Oder ist es doch die Angst den ersten Schritt in diese Richtung zu machen?

Ich befinde mich mitten im Geburtskanal, aber es ist eine lange, schwierige Geburt. Meine Schatten – der elende, stinkende Mist – muss erst an die Oberfläche geholt werden und dann bin auch ich bereit. Bereit für das Leben. Für MEIN Leben!

Denn auf gar keinen Fall möchte ich zurück ins Hamsterrad.