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Ich teile ebenfalls….Teilen und Selbstmitleid hilft. Zumindest in meiner aktuellen Phase meiner Krise. Nach 4 Jahren Beziehung habe ich mich unter Schmerzen getrennt, nicht aus fehlender Liebe, sondern weil ich ein Miteinander nicht mehr ausgehalten habe: Die Kommunikation krankte seit 2-3 Jahren bereits, er entzog sich Diskussionen und teilte mir in einer Seelenruhe mit, was ich seiner Meinung nach ändern müsse. Ich verzweifelte mehrmals an dem Versuch, meine Ansicht mitzuteilen und – vor allem – meine Bedürfnisse mitzuteilen. Die wurden konstant ignoriert – kein Händchen halten, keine Umarmung im Alltag, kein Wunsch nach Zweisamkeit, stets andere mit dabei, kein Reden über Zukunftspläne, so tun als wäre alles in Ordnung…
Immer war ich diejenige, die eine Trennung angesprochen oder ausgesprochen hatte. Immer kam ich aber wieder zurück und versprach mir selbst, mich mehr zurückzunehmen, ihn mehr zu verstehen, mir zu nehmen, was ich brauche (laut ihm sollte ich das tun).
Am Ende reichte wieder mal eine kleine Situation mit einem Missverständnis aus, dass ich es abermals eskalieren habe lassen und die Trennung ausgesprochen habe – nun wohl endgültig.
Einerseits wusste ich in den letzten Monaten (Jahren?), dass ich es tun muss und es nur eine Frage der Zeit sein kann. Andererseits habe ich mich selbst so klein gemacht und mich anzupassen versucht.
Ich-beruflich überaus erfolgreich, mit 32 Jahren alles vor mir, habe mich klein gemacht. Meine Träume von baldiger Familie und Kindern fallen in sich zusammen, möglicherweise auch einfach das Kartenhaus, welches ich erbaut habe.
Das Schlimme ist: Ich habe wertvolle Zeit verloren, denn gegen eine frühere Trennung hätte er sich wohl auch nicht gewehrt-er kämpft auch nun nicht, sondern akzeptiert alles.
Vielleicht werden wir Freunde bleiben. Es ist bitter, zu wissen, dass man nicht früher den Mut hatte, die Dinge durchzuziehen.