Seite auswählen

Hallo meine lieben Mitleidenen,
Auch ich habe mich letztlich dazu entschlossen meine kleine Geschichte mit euch zu teilen, um vielleicht ein bisschen zu verarbeiten, aber auch reflektieren zu können.
Diese beginnt, als ich 13 Jahre alt war und langsam, fast unmerklich in die Arme einer tiefen Depression fiel. Ich war immer mehr mit mir selbst und auch mit meinen Eltern im Unreinen, weil sie mich und auch mein Leid nicht wahr- und ernst nahmen, die Schule lief auch eher schlecht als recht und nahm mir letztendlich den letzten Rest Selbstvertrauen. Als das Gefühl von tiefer Schwärze in meinem Kopf mit den Jahren nicht abnahm, entschloss ich mich dazu dem ein Ende zu setzen und wurde dann mit 15 Jahren wegen einer Überdosis an Schlafmittel in eine klinische Psychiatrie eingeliefert, wo ich dann die nächsten drei Monate verbrachte. Mit 16 fing es tatsächlich wieder an langsam bergauf zu gehen, dachte ich zumindest. Nach einem sehr schönen Lebensjahr mit vielen unbeschreiblich tollen Erlebnissen und tollen Freunden, bekam ich Ende 2016 meinen ersten epileptischen Anfall. Jeder war schockiert, ich war schockiert, ich erwachte aus einem schwarzen Nichts mit brennenden Muskeln in einem Rettungswagen. Ja, das Leben hatte mir scheinbar nur wenig Zeit gegeben um es ganz und gar genießen zu können. Nach und nach in zunächst großen Abständen folgten immer mehr kleine und auch große Anfälle. Ich muss auf sehr viel verzichten, ein geregeltes und geplantes Leben führen, darf meine Medikamente auf keinen Fall vergessen. Nun bin ich 18 Jahre alt und habe noch immer nicht die richtige Medikation gefunden, das heißt auch: weiterhin Anfälle, weiterhin Befürchtungen, dass ich das nächste mal nicht aufwachen werde. Ich bin in diesen Situationen auf Hilfe von anderen Menschen angewiesen und vor drei Tagen hat mir meine beste Freundin (!!!) gesagt, dass sie mit dieser Verantwortung nicht mehr umgehen kann und mich erstmal fallen lassen muss. Meine Welt brach endgültig zusammen. (…)