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Vor 4 Wochen habe ich mir beim Fussball einen Schien- und Wadenbeinbruch samt Bänderrissen und Knochenabsprengungen zugezogen und liege jetzt für Monate. Ich leite eine Beratungsfirma für digitalen Change ubd Innovation. Ich habe durch diesen Kack mehrere Zehntausend Euro verloren, aber das ist mir inzwischen schon fast egal. Denn der dickste Hammer kam erst 3 Wochen nach dem Unfall – am Morgen meines Geburtstags. Der Teufel scheisst halt immer auf den grössten Haufen: Ich habe eine chronische Knochenkrankheit diagnostiziert bekommen.

So was macht man jetzt in so einer Situation? Erstmal abkotzen, versuchen zu verstehen was das für einen bedeutet und so weiter… und natürlich geht man dann durch seine persönliche Change Curve. So weit, so gut. Aber Lebensträume aufzugeben, sein Selbstbild zu ändern und langfristig auch den Lebensstil zu ändern, das ist verdammt viel verlangt. Aber es wird wohl nicht anders gehen. Weniger Arbeit, mehr Zeit für die Kompensation der Knochenkrankheit. Heisst das, dass ich meinen Job überhaupt noch vernünftig machen kann? Heisst es, weniger Zeit für die Familie zu haben, noch grösseren Zeit- und Termindruck im Alltag zu erfahren?
Ausserdem weiss ich noch überhaupt nicht, was der ganze Scheiss für eine Auswirkung auf Gesundheit, Lebensqualität im Alter u.v.m. haben wird. Ich werde es wohl auch nicht wissen bevor es soweit ist. Jetzt gilt es durch die ,kleinere‘ Scheisse mit dem Bein durchwaten, Schritt für Schritt. Monatelange Immobilität. Dann 1-2 Jahre Reha. Und dann realistisch die grössere Scheisse, die Knochenkrankheit richtig angehen, bis ans Ende meiner Tage. Als Unternehmer fällt es mir sehr schwer, kurzfristig nichts unternehmen zu können.. wenn die Gesundheit futsch ist, ist das Business auf einmal völlig unwichtig und sekundär.
Die Phasen in Veits Buch sehe ich jedenfalls nicht sequenziell sondern überlappend bzw mit Sprüngen vor und zurück. Ich frage mich, ob es nicht stärker auf Business Desaster denn auf sowas passt.