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Meine Geschichte hat keinen genauen Zeitpunkt – wie unschwer am Titel zu erkennen ist. 🙂 Wenn ich jedoch meine bisherigen, reflektierenden Erlebnisse in Bezug setzen müsste, dann beginnt meine Reise vor reichlich 1 1/2 Jahren, als ich mich freiwillig für eine Psychotherapie entschied. Ich began mich intensiv mit mir auseinanderzusetzen. Meine Therapeutin brachte mir “bewusst” den Namen Veit ins Gedächtnis – ich hatte zuvor mal mehr oder weniger ein youtube Video von ihm gesehen. Dann ploppte dieser Name wieder auf & ich war identifiziert mit dem Virus “Potentialentfaltung”.
Eine Krise war zu dieser Zeit, dass ich nicht mehr wusste, was ich beruflich machen sollte. Mit Ende 20 fing ich zu studieren an – mein Traum: Journalistin. Meine Noten vom Abendgym waren nicht die besten, aber es hatte zu einem NC-freien BA “Politikwissenschaft” gereicht. 🙂 Doch irgendwann realisierte ich meine rosarote Brille vom Traum Journalistin. Ich bin nicht sehr materialistisch veranlagt, doch wenn ich höre, dass Leute, die an der berühmten Journalisten-Uni in Hamburg studiert haben und u.a. für die Zeit schreiben, in sehr guten Monaten gerade mal auf 1,8 kommen, ich mich doch frage, ob es die Mühe wert ist, und ob ich mit solch einem unsicheren Job (meist Freelancer Tätigkeit) leben könnte. Tja und ab da hatte ich das Gefühl, dass Leben f*** mich mal wieder. Ich verlor die Perspektive & die Motivation für mein Studium. Der Sinn für mein Studium ging mir verloren. Mittlerweile bin ich im 9. Semester. Zwischendurch immer mal wieder kleine mal große Krisen, die schnell auf Sonnentagen folgten – und gefühlt 100-fach länger anhielten.
Mittlerweile habe ich neue Ziele und Perspektiven. Sie helfen mir mich zu fokussieren. Doch sie zeigten sich erst, als sich ein kleiner nach dem anderem – wie Veit so schön sagt – Misthaufen auftürmte. Dem Frieden traue ich trotzdem nicht ganz. Denn so langsam verinnerliche es, dass das Leben aus Höhen und Tiefen besteht.
Gruß an alle dort draußen.