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Durchh eine unglücklich verlaufende Liebesbeziehumg hatte ich mich so stark selbst aufgggeben, daß ich wirklich dachte:”Würde ich jetzt sterben wäre das auch ok. “Das muß mein Körper wohl gehört haben, denn nach einer Weile bekam ich eine Krebsdiagnose. Seltsamerweise konnte ich das als Herausforderung annehmen und war sogar dankbar endlich die innere Stärke gewinnen zu können, die ich immer haben wollte. Ich wußte einfach, das war DIE Chance über mich hinauszuwachsen. Nach den beiden OP’S fühlte ich mich unbesiegbar, so daß ich mir nach den Chemo’s den Port nur unter Dormikum- also ohne Vollnarkose- entfernen ließ. Keiner verstand wirklich wieso ich das als mein persönliches Abenteuer annehmen konnte und im Nachhinein weiß ich selbst nicht mehr wie genau ich das geschafft habe…ein Wunder? Fakt ist aber, daß ich seitdem in einem turblenten Wachstumsprozeß bin, der -zum Glück (!)-garnicht mehr aufhört. Bücher und Menschen und Videos umd Gelegenheiten begegneten mir so magisch wie von Gott gesandt und ich konnte sie nutzen. Und wie ich es vorher so oft gehört hatte bin ich viel stärker aus dieser Krise hervorgegangen. Deshalb kann ich nur bestätigen,daß alles was ich von Veit über “aus-Scheiße Kompost machen” gehört habe einfach die Wahrheit ist- denn ich habe es so gemacht und empfunden also ausprobiert wie er es beschreibt: ich habe z.B. -zwar mit dem Rücken zur Wand -aber “Ja” zu dem Scheiß gesagt ..aus dem Mut der Verzweiflung einer Heldin. Natürlich war ich nach den Chemo’s erschöpft und ich hatte natürlich 1000 Ängste- aber jetzt bin ich sehr stolz auf mich und sehr dankbar und VIEL lebendiger. Ich dachte vor dem Krebs ich bräuchte einen Partner um komplett zu sein. Nun fühle ich mich ohne Partner komplett, weil ich mich durch den Weckruf des Krebses auf den Weg zu mir selbst begeben – und auch schon viel in mir gefunden habe. Natürlich kann ich nicht wissen ob ich irgendwann erneut erkranke. Aber die vielen Geschenke des Krebses behalte ich..