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Hallo.
Habe das Buch noch nicht gelesen, und jetzt den ersten Workshop gesehen. Vieles hat mich tief angesprochen und berührt.
Und in vielem finde ich mich wieder. Ich bin wohl auch von der Spezies Mensch, der immer wieder in z.T. heftige Kriesen gerät.
Die z.T. demütige und respektvolle Weise mit der Du Veit, mit dem Thema Krise umgehst tut mir gut. Ja Leid lässt sich nicht vergleichen.
Es gibt kein mehr oder weniger und kein Wettbewerb des Leidens. Ich habe wirklich existentielle Krisen hinter mir, mit Verlust von Kindern, Lebenspartnern,
5 Aufenthalten in psychiatrischen Einrichtungen u.w.m. Und so schräg und vieleicht unglaublich und aufgesetzt sich das anhören mag, ich kann heute und jetzt sagen,
ich möchte auf einer bestimmten Ebene, aus einer bestimmten Sicht heraus keine missen. Doch ich möchte kurz von meiner letzten Krise in diesem laufenden Jahr berichten.
Sie begann Ende letzten Jahres als sich ein Job-Verlust abzeichnete. Seit Beginn 2017 bin ich arbeitslos (zum x-ten mal), habe zwei Klinikaufenthalte hiner mir (psychiatrischer Kontext) und depressive Zustände… Ich kann nur für mich sprechen. An einem Punkt habe ich mich bewusst entschieden, zu allem voll und ganz Ja zu sagen. Alles radikal zu erlauben und anzunehmen. Geholfen hat mir u.a. wie Pema Chödrön in ihren Büchern radikal schonungslos und doch sehr mitfühlend empfiehlt die Bodenlosigkeit, die Auswegslosigkeit, die Ungewissheit wahr- u. anzunehmen, da zu bleiben, nicht weg zu laufen, auch wenn die Angst noch so groß ist. Das habe ich getan. Geholfen hat mir auch der Ansatz von Tsültrim Allione meinen eigenen Dämonen Nahrung zu geben, wirklich alles einzuladen an Dämonen und sie zu füttern, sie wertzuschätzen. Ein wirklich sehr radikaler Ansatz der mich noch lange beschäftigen und begleiten wird, die radikale Erlaubnis von Mike Hellwig. Welch eine Wohltat und Befreiung (für mich!) ihn davon sprechen zu hören, die Depression zu genießen. Da bleiben und Ja sagen lohnt sich! Danke!