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Die Angst zu fürchten, was da kommt, ist mehr als das, was du Fürchten solltest, wenn du nicht wagst und nie gewinnst und dich für immer so benimmst, als, ja als wären da nur die andern und niemals irgendwo so richtig du und du am Ende. Am Ende nur Wut und Stress und Drang zu fliehen, nie aber zu fliegen und zu bleiben, deine Kreise auszuweiten, dich zu vermehren, dich zu vergrößern und zu hoffen, dass die andern sich auflösen, wenn du anfängst dich zu fügen, zu vergessen, zu verzeihen, loszulassen und dabei still und heimlich an das Glück zu denken, das es wäre, wenn es nicht die Scheißangst gäbe – den Damm zu brechen, Schale knacken, niemals wieder Taschen packen und verreisen, weil sie zu irgendwelchen Preisen deinen Platz dir nehmen und dich fragen, was du tun willst um zu bleiben, dich verkleiden und dir wahllos Masken schenken, weil sie denken, dass das hilft und du, du sitzt hier in deiner Angst zu fürchten, was wohl wäre, wenn die Angst vorm Fürchten nicht wär. Wenn einer käme und dich trüge und die Lähme echt verschwände, durchbrechen andere deine Wände oder wirst du der mit dem Vorschlaghammer sein, der bei 1,2,3,4 Gläsern Wein nicht mehr nur die Trommel der Rhetorik schlägt sondern final tatsächlich erwägt zu handeln, zu stoßen und zu explodieren, sich 1,2,3,4 Mal statt abzuschirmen, sich blamieren, lauthals lachend durch die ernste, kalte Welt bewegt und dauerhaft an Dingen klebt, die es wert sind kleben zu bleiben, die es wert sind sich nicht zu verkleiden, die es wert sind sich durch die Ewigkeit zu verzweigen und zu bleiben. Verdammt nochmal zu bleiben. Und wieder und wieder und wieder siehst du es an, dein Spiegelbild und weißt nicht wann, ja wann wird sein und können und wissen erlöst durch wundern und vermissen, durch wandern und die Imperfektion, die sich so lange schon versucht durch deine Fasern zu fressen und sich mit aller Macht ins Außen zu pressen, die Geburtsstunde deiner Wahrhaftigkeit aus Grau und Leid wird Stolz im Kleid der Möglichkeit.