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Versuche die Kurzfassung. In den letzten Jahren ist bei mir einiges in Bewegung gekommen, wofür ich inzwischen sehr dankbar bin. Ursprung meiner Dissoziationen ist wohl der Missbrauch in der Kindheit. Dissos waren für mich der Anfang des Abstiegs in die Rente mit 34 J. Mittlerweile 12 Jahre her. Schlimmer als der MB war der Umgang meiner Familie. Irgendwann geriet ich an eine Therapeutin, die half mir wahrhaftig zurück ins Leben. Gemeinsam mit Kollegen einer psychosomatischen Klinik und, wen wundert es, Veit Lindau. Ich nenne es heute ein Gesamtkunstwerk all der Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben. Durch tiefste Täler. Herr J. (Therapeut der Klinik) sagte mal zu mir, Sie müssen durch den Schmerz durch, worauf ich wütend und bockig antwortete, er könne da alleine hin, da ist es nicht schön. Irgendwann danach stand ich kurz vor der Amputation des Unterschenkels und nahm Opiate. Bei der Entwöhnung sollte ich meditieren, weil an Schlaf nicht zu denken war. Ich? Meditieren? Da stieß ich auf Veits Meditationen. Es dauerte Wochen, bis ich erschrocken war, weil ich geschlafen hatte. Knapp zwei Jahre ist es jetzt her. Ich komme immer mehr in den Frieden und die Vergebung. War einst undenkbar. Mittlerweile kommen Gedanken, dass beim gesamten Familiensystem alles andere ungewöhnlich gewesen wäre. Durch meine Persönlichkeit, (früh ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn) die schon in der Kindheit zu Tage kam, war das wohl der einzige (verzweifelte) Weg, wie ich kontrolliert werden sollte. Dadurch wird nichts gut, aber innerlich ruhiger. Mein fucked up heute heißt vielleicht kann ich bald nichts mehr sehen, abwarten. Bis dahin möchte ich noch eine neue Ausbildung machen. Das gibt Kraft durchzuhalten. Alles was passiert ist, hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Auch mit Zorn, Wut, Trauer, Schmerz, Hoffnungslosigkeit, Ungeduld…