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Ich habe schon lange das Gefühl gehabt in meinem Leben gibt es etwas dunkles, böses. Ich habe mich selbst nicht verstanden und abgelehnt. Nur unter Druck perfekt sein wollen, alles was weniger war, war nicht gut genug. War sehr oft krank, mit 13 mega Übergewichtig und Depressiv, mit 16 kam die Diagnose Morbus Werlhof – 3mal die Woche beim Facharzt. Einzige Angebote der Ärzte waren Cortison oder eine Milzentfernung (gekoppelt mit Blinddarm- und Gebärmutterentfernung), was ich beides abgelehnt habe.
Mitten im Studium haben sich meine Eltern getrennt und mein Vater hat seine finanzielle Unterstützung eingestellt – auf meine Nachfrage kam als Antwort – Verklag mich halt. Was ich auch tat – ich hatte anfangs ein schlechtes Gewissen, doch entweder so, oder Studium abbrechen und ungelernt jobben… Kam für mich nicht in Frage. Meine Mutter hat sich einen neuen Mann gesucht, der sich an mich herangemacht hat und Sie hat mich als dummes hochnäsiges Huhn betitelt, weil ich seine Avancen abgelehnt habe.
ES war eine tiefe Krise, die ich mit Mühe und Glauben überstanden habe. Dieses Jahr kam ich an den Punkt, in dem mein Unterbewusstsein und mein Körper signalisiert haben – die Arbeit musst du aufgeben, das geht jetzt nicht mehr. Ich habe gekündigt, kurz bevor ich an Kindheitserinnerungen herankam, die mir mich selbst erklären. Jetzt kann ich mich selber annehmen, ich kann endlich für mich einstehen, weil ich Sympathie und Liebe für mich und meine Stärke spüre. Weil ich endlich verstehe, dass ich schützenswert und schutzbedürftig bin!!!!
JA, momentan habe ich keinen Job, keine familiäre Unterstützung, keine Partnerschaft, viel Wut, viel Misstrauen und sehr viel Angst in mir! Aber endlich kann ich es verstehen und liebevoll annehmen.
Was soll ich sagen – ich lebe endlich in mir, bei mir und mit mir! Ich tue, was ich schon so lange will. Das Leben versorgt mich mit finanziellen Mitteln und ich kann endlich Wurzeln schlagen um zu wachsen. Das ist erst der Anfang!!!