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… da will ich meine Geschichte erzählen und lese im Vorfeld die Geschichten der anderen hier…und tiefe Demut überkommt mich bereits jetzt. DAS was ich da lese …dagegen erscheinen mir grad meine eigenen Herausforderungen wie Peanuts.
OK, nach 30 Jahren Vollzeitarbeit wegen Rückenproblemen jetzt auf der Straße stehend und zwischenzeitlich in Hartz4, das ist nicht schön. Und die Erkenntnis: du hast in diesem Staat 30 Jahre ins Sozialsystem eingezahlt und bekommst heute genau so viel Geld “daraus zurück” wie jeder, der hier hin kommt und noch nie einen Cent eingezahlt hat..das hat mich an den Rand der Verbitterung gebracht. Ein Perspektivenwechsel hat geholfen: immerhin lebe ich in einem Land, wo ich nicht verhungern muss und ein Dach über dem Kopf nebst Heizung und Wasser bezahlt bekomme.
Und ja, nachdem dann auch noch mein Partner unsere Beziehung beendet hat und ich mir eine neue Bleibe suchen musste, hat mich der Liebeskummer zeitweilig an den Rand der Medikamentenabhängigkeit gebracht.
Auch ich weiss nicht, wie es weitergehen wird. In meinen alten Job kann und will ich nicht mehr zurück.
Aber hej..ich bin von gelegentlichen Rückenschmerzen und Angstattacken und Migräne nicht soo eingeschränkt, dass ich mir nicht wieder eine Arbeit suchen kann. Eine Selbstständigkeit schließe ich nicht aus, auch wenn ich (noch) nicht weiss wie ich das bewerkstelligen soll.

Und ja, ich habe vorhin während des Workshops mit Veit und allen anderen gebetet….und ich werde es weiter tun. Für alle die hier, denen es weitaus schlechter geht als mir. Und für Andrea und Veit und ihr Team, das so wundervolle(kostenlose)Hilfe bietet und Mut macht. Und für meine Selbstliebe..und eine bessere Welt und und und..
Und täglich versuche ich mein Ego zu entlarven und mich nicht mehr so wichtig zu nehmen. Und manchmal klappt das schon ganz gut. Ich tanze ( mit mir alleine 😉 ) und gehe jeden Tag walken, auch wenn ich oft lieber heulend auf dem Sofa liegen bleiben würde.
Danke