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inmitten meiner menschlichen WüstenZeit schrieb ich diese Worte
ICH GING DURCH DIE WÜSTE
Ich hatte den Segen der Ältesten empfangen für meinen Scherbenhaufen, der von meinem Leben übrig blieb und ich ging los, ohne zu wissen, wohin. Ich ging und lauschte in die Stille Nacht, ich ging! LAUSCHEN – ich ging! Wohin? Ich weiß es nicht! Inmitten des Gehens, inmitten des Lauschens, inmitten all der Tränen, die wie Quellwasser aus dem Nichts empor flossen, wusste ich – ich bin in der Wüste meiner Seele. Ein riesiger Schreck lies mich erschauern, denn ich wusste, es gibt kein Zurück – ich war zu weit gegangen, eingedrungen in ein schier endloses karges Feld trockener Erde. Klaffende Wunden und Risse taten sich vor mir auf und ich schrie vor Angst im Begreifen, wo ich bin. Es war zu spät, um umzukehren und die Angst vor einer Einsamkeit, die ich gern vermieden hätte, durchfuhr meinen Körper. Ich lag inmitten einer endlosen Wüste und weinte, schrie, tobte, stampfte, grollte, wütete, brach zusammen, lag da, auf IHREM LEIB und fühlte im Fluss meiner Tränen IHRE LIEBE. SIE war da! SIE – DIE MUTTER sang in mein Herz hinein, trommelte darauf bis das Wasser meiner Tränen die trockene rissige Erde tränkte und die vergessene Saat in der Erde weckte, wachküsste als die Farben meiner Wüste.