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Heute ist der 13. November. Tag X ist jetzt genau drei Monate her.
Tag X: der Tag, an dem mich der selbsternannte Mann meines Lebens von heute auf morgen verließ.
Die Beziehung war von Anfang an ganz großes Kino gewesen. Es ging um alles: die ganz große Liebe, heiraten, miteinander alt werden.
Als ich zum ersten Mal die großen drei Worte aussprach, war ich mir der Tragweite des Ganzen voll bewusst.
Und dachte: Wenn das schief geht, falle ich tief, sehr tief, und stehe womöglich so schnell nicht wieder auf.
Es ging schief. Total. Es war ein Schock, ein Albtraum.
Dennoch war mir bereits im schlimmsten Moment klar:
Wenn meine größte Angst Realität wird, dann muss das für etwas gut sein und es geht nur eins:
Annehmen und was draus machen.
Vertrauen, Widerstand aufgeben, Hingabe – steht mit Lippenstift auf der großen Glasscheibe in meiner Wohnung.

Heute ist Tag X also exakt drei Monate her und ich erkenne:
Ich bin bei meinem Skyfall nicht zerschollen, sondern wie eine Katze sicher auf allen vier Pfoten gelandet.
Und gehe nun stärker denn je und stolz wie eine Königin meinen Weg weiter.
Verblüffend. Aus Scheiße Gold gemacht. Cool. Das hätte ich nicht zu hoffen gewagt.
Nun bin ich aufgespannt zwischen Himmel und Erde. Wie beim Yoga in der Baum-Position. Flexibel und dynamisch ausbalanciert.
In meiner Mitte zentriert. Weder auf Wolke Sieben noch am Boden zerstört. Weder himmelhoch jauchzend noch zu Tode betrübt. Sondern irgendwo dazwischen.
Das ist doch sehr schön!

🙂