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Ende 2014 hatte ich massive Schlafstörungen und wusste davor schon lange, dass ich meine Arbeit als Sozialpädagogin in einer sozialpäd. Kinder- und Jugendwohngemeinschaft kündigen nach über 10 Jahren kündigen sollte. Doch Existenzängste liessen mich weitermachen und durchhalten bis zu einer massiven Panikattacke in einem 10km Tunnel, die ich mit beten und Präsensübungen gut meistern konnte. Ich habe mir selbst versprochen, dass ich sofort kündige, wenn ich heil aus dieser Sache rauskomme, was ich auch getan habe. Ich war 9 Wochen in einer Klinik für seelische Gesundheit, hatte immer noch Panikattacken, konnte nicht unter Menschen sein, nicht einkaufen usw. Ich habe mich so sehr geschämt, dass ich all die einfachen Sachen nicht mehr machen konnte. Ich konnte mir damals nicht vorstellen, dass alles wieder gut wird. Es ist mir wirklich so schlecht gegangen. Scham Hoffnungslosigkeit, Angst, Pessimissmus waren mein Alltag. Was mich sehr berührt hat, war, wieviel Unterstützung ich vom Staat Österreich bekommen habe, dass die Menschen in den zuständigen Behörden mich ernst genommen und wirklich unterstützt habe. Ich hab das gar nicht glauben können. Auch das Tanzen hat mich unterstützt: 5 Rhythmen, Bauchtanz. Ich habe in dieser Krisenzeit auch meinen Partner kennengelernt. Er hat mir immer wieder gesagt: Du wirst sehen, eines Tages geht es dir wieder besser, du wirst wieder arbeiten gehen wollen, unter Menschen sein usw. Und jetzt, nach drei Jahren bin ich wieder so weit. Ich habe eine wunderbare Arbeit als Angestellte, leite Frauenseminare, bin system. Coach! Ich gehe noch regelmässig zur Körperpsychotherpie und erkenne meine Grenzen früher und teile sie auch mit. Jetzt kann ich sagen JA, das war alles gut so und ich bin dankbar darüber. Ich weiss aber auch noch ganz genau wie SCHEISSE es sich das alles angefühlt hat. Das Leben bewegt sich in Bergen und Tälern und es ist gut sich daran zu erinnern gerade, wenn man im finsterne Tal sitzt! Sich gegenseitig daran ERINNERN !