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Über lange Jahre hinweg verfolgte ich in einem internationalem Unternehmen die Ziele dieser AG. Es flashte mich Geld zu haben, in der Welt rum reisen und auf wichtig machen. Hochmut – basierend auf unzureichender Selbstliebe und aus meiner Vita / Erziehung heraus pflichtbewusstem Streben alles immer richtig zu machen, immer alles geben, keine Fehler machen, den Vorgesetzten vertrauen( sie sind ja da aus gewissem Grund, bin selbst wohl noch nicht ehrgeizig dazu)! Eingebettet in einem System mit dem Glauben das ist Familie, sind Freunde ( durch Mangel in Privatem, kaputte eigene Familiengeschichte) , vollzog ich Jahr für Jahr dasselbe Prozedere. Leistung, Angst nicht genug zu sein, andere bewerten weil Konkurrenz so geil ist. In mir keimte vor Jahren schon ein Samen des Fragens, des Zweifelns, das System tut mir nicht gut, doch es benötigte mehr. Krankheit der Mutter, Überschuldung um sie im Pflegeheim sicher zu finden, Verleugnung der beginnenden Alkoholabhängigkeit, Verschleierung der Situation im sozialen Umfeld, kurzer break zur Erhohlung – es kam letztendlich zum physisch und psychischen Zusammenbruch im Januar nachdem es im Job Umstrukturierung gab und man mich degradieren wollte. Langzeit AU, Klinikaufenthalt über Monate, hartz 4 da keine private Krankentagegeldversicherung, Schulden und Gerichtsvollzieher. Weiss noch nicht wie es weitergeht, aber ich hab wieder Gottvertrauen gefunden. Ich bin dankbar für diesen Hammer, ich bin dankbar für die wohl sinnvollsten Erlebnisse in meinem Leben in diesem Jahr. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so intensiv mit mir auseinandergesetzt. Ich lerne Entscheidungen zu treffen die mein zukünftiges Leben verändern, ich hab mich verändert. Ich lasse los, befreie mich von alten Mustern, Glaubenssätzen und auch Menschen. Ich ziehe Grenzen um bei mir bleiben zu können. Ich fühle mich endich wieder. Zweifel und Fehler gibt es weiter, aber das ist ok, ich bin Mensch. Ver-rückt bin ich – und das ist gut so. Licht&Liebe