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Ich lebte mit meinem innig geliebten Mann und unserer Tochter in einem traumhaft schönen Wohnprojekt am Hamburger Stadtrand.
Eigenes Pferd, die beste Freundin als Nachbarin und Menschen mit einem guten Spirit drum herum. In Gemeinschaft zu leben stärkt, gibt Halt, Geborgenheit und Sicherheit.
Dann die Trennung und die neue Frau im Leben meines Mannes. Der Absturz begann.. . Konnte die Traurigkeit nicht allein bewältigen und ging in eine psychosomatische Klinik.
Wieder zurück in der Gemeinschaft schämte ich mich entsetzlich für den Verlustschmerz. Unsere gemeinsame Wohnung wurde verkauft. Das war wie sterben. Leute aus der Gemeinschaft halfen mir und meiner Tochter noch beim Umzug in eine neue Wohnung. Dann waren sie weg .
Da saßen wir nun . Mann weg, Gemeinschaft weg, Haus weg. Meine beste Freundin hatte plötzlich keine Zeit mehr. Körper drohte zusammenzubrechen..und irgendwie musste ich versuchen meiner Tochter noch Halt zu bieten. Verlust und Existentzängste , Einsamkeit und Unsicherheit hielten Einzug.
Das ist inzwischen über 1 Jahr her. Nochimmer sind die Trümmer nicht beseitigt und die Sehnsucht nach Gemeinschaft ist groß. Das Gefühl eine Looserin zu sein will sich noch breit machen und die Scham nicht mehr zur Gemeinschaft zu gehören fordert seine Aufmerksamkeit.
Als dann noch eine gute Freundin lebensbedrohlich erkrankte, fällt das Kartenhaus zusammen. Hört die Dunkelheit denn nie mehr auf ?? PAUSE.
Gaanz langsam wächst wieder Hoffnung vielleicht doch wieder Glück und Freude erfahren zu dürfen. Das zeigt sich mir inzwischen nur im Jetzt . Kleine Momente zeigen sich hier, die berühren und Freude bringen. Und doch hat es mich so arg geschüttelt, das es die die ich mal war nicht mehr gibt. Etwas neues liebevolles ist erwacht. Mitgefühl blüht auf und ein Staunen … . Unfassbar . Was für ein Wunder das wir hier sind !! Danke, das ich es hier teilen kann.