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…von heute auf morgen. Der Mann mit dem ich mein Leben verbringen wollte, der mir versprochen hatte, mich nie zu verlassen, in guten wie in schlechten Zeiten zusammen mit mir und unserer Tochter durchs Leben zu gehen. Es war der Muttertag 2016. Ich fiel in ein Loch, nein, eher ein Krater, ich bekam Sachen zu hören wie: schau nach vorne, du brauchst den doch nicht, du brauchst erst mal Dich..hmm..keine Ahnung was das bedeuten sollte. Aber ich musste es anpacken, stark sein, organisieren, Arbeit suchen, den Alltag für meine Tochter aufrecht erhalten, Termine wahrnehmen, schauen wie ich in der Wohnung bleiben kann. Die Nächte, ein Horror, sogar die Schokolade blieb mir im Hals stecken. Über 35 Kilo nahm ich in 4 Monaten ab, was jetzt nicht geschadet hat 😉 , Haare ab, Tattoo her, Arbeit gefunden die mir Spaß macht. Im April dann diesen Jahres starb mein Papa plötzlich mit 71, für meine Tochter Agnes stand die Diagnose Leukämie im Raum, ich haderte weiter, lies ihn noch zwei mal zurück in mein Leben um jedes mal wieder auf die Schnauze zu fallen. Jetzt denke ich hab ich die Lektion gelernt, es gibt nix mehr zu kämpfen, er lebt jetzt das Leben das ich immer mit ihm wollte, genug Zeit für seine neue Freundin und ihre 3 Kinder. Die traurigen verzweifelten Momente werden weniger, ich hab so viel geschafft, werde das Buch welches wir zusammen schreiben wollten alleine schreiben und ich bin mir sicher, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, werde ich auch wieder einen Mann kennen lernen der weiß, worauf es ankommt und mich und meine Tochter so liebt wie wir eben sind. Wir unternehmen viel, ich überwinde meine Ängste vor Neuem, Unbekannten, vielen Menschen usw..wir sind so viel unterwegs und machen tolle neue Erfahrungen und für das, was ich im letzten Jahr gelernt hab, bin ich dankbar. Die größte Kraft geben mir meine Kinder, wenn mich meine Tochter anstrahlt, weiß ich, was wirklich zählt im Leben…