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Ich liebte meinen Beruf. Sage bewusst Beruf, weil es sich härter anfühlt als einen Job. Führte berufsschulübergreife Projekte durch. Wurde über ein Fernstudium Schulleiterin. Hatte beste Referenzen. Doch die Stelle erhielt immer wieder ein Mann.
Nur wenige Wochen nach der letzten Absage, warf mich ein Fahrradunfall aus dem Alltag. Kontakt mit der anderen Welt im Krankenwagen, hielt mich aus der hiesigen zurück. Komplikationen im Heilungsprozess zögerte die Genesung über zwei Jahre hin. Eine Wanderung von Arzt zu Arzt, zu Heilpraktikern, zu Gutachtern, zu Physio- und Ergotherapie brachten mir einen neuen Stundenplan.
Der Stadt dauerte es zulange. Sie beförderte mich in den Vorruhestand.
Zu jung, um zuhause zu bleiben. Weniger Geld zur Verfügung. Energie in mir, brachte mich auf den neuen Weg. Ich begann zu Schreiben. Belegte diverse Schreibkurse und gab nicht auf, auch wenn der Erfolg noch nicht so eingetreten ist, wie erhofft. Ich glaube an mich! Auch Umwege gehören zur Entwicklung, wenngleich nicht sofort ein Zusammenhang oder ein Sinn zu erkennen ist.
Noch immer sind Besuche beim Osteophaten meine Begleiter. Ich glaube an mich!