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Im März 2013 ging nichts mehr! Bis dahin hatte ich bereits seit über einem Jahr schlaflose Nächte, ständiges Gedankenkarussell, Enge, Sorgen, ein Leitungsposten dem ich nicht mehr dienlich war, ständige Unruhe, Anspannung und gefühlt die Verantwortung für alles und jeden auf meinen Schultern. Ich musste raus aus allem und hatte von da an 1,5 Jahre sämtliche Teile meiner Selbst wieder eingesammelt, die ich unterwegs immer mehr verloren hatte. Ich machte eine psychosomatische Reha, durfte tolle Menschen und Methoden als sehr heilsam erfahren (Kunsttherapie, 5 Rhythmen Tanz, gemeinsames Singen…) und konnte vor allem im intuitiven malen, rezensionsfreiem Schreiben, Bewegung, Fotografie, Achtsamkeitsübungen und Veranstaltenstherapie wieder zurück zu Hause anknüpfen. Noch weitere 8 Monate vergingen in diesem inneren Wiederaufbau bis ich spürte: Ich will und kann wieder! Ich habe meinen alten Posten wieder aufgenommen als Leitung einer sozialen Einrichtung für 4 Tage die Woche und ich bin heute richtig gut darin. Ich nutze den 5. Tag seither kontinuierlich für mein weiteres Wachstum und nähre fortlaufend nach, was lange viel zu kurz kam. Mittlerweile mache ich eine Ausbildung zur Menschenlehrerin, um beruflich etwas neues in mir reifen zu lassen. Ich bin überzeugt davon, dass ich gerade durch diese tiefe Erfahrung von “nichts geht mehr” anderen Menschen heute tiefer, echter, mitfühlender dienen kann und sich in mir etwas entfaltet, das ohne diesen Stillstand niemals möglich gewesen wäre. Auch wenn es sich über weite Strecken wie ein elender Kampf angefühlt hat, ich bin für jeden Moment dankbar.