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Mein wörtlich hautnahes Fucked-up-Erlebnis war die gnadenlose Begegnung mit der Angst. Zeit meines Lebens hatte ich nie wirklich Angst. Ging bspw.alleine zu Fuss nachts nach Hause, dass selbst einmal vor vielen Jahren ein Fahrzeug des Wach-Kontroll-Dienstes am Wegrand anhielt und darauf bestand, mich die letzten 300 Meter zu meinem Zuhause am Waldrand zu fahren. Egal wo, was oder wie … ich staunte immer wieder, wenn ich gefragt wurde: ‘Hast Du denn nie Angst?”
Dann sollte ich eine scheinbare Verkalkung an der Stirn von meiner Hautärztin rausschneiden lassen, sie stach zu und erkannte ein Basalzellkarzinom. Überweisung zum Fach-Chirurgen und sonstige Erledigungen kurz vor Weihnachten 2015 ließen mich das ganze fast routinemäßig angehen. Danach explodierte das Knötchen an der Stirn und wurde innerhalb weniger Wochen sprunghaft größer. Fazit: Hauttransplation. Ok. Meine Frage … schaffe ich es bis zu meinem Wochenend-Seminar, was ich Anfang Februar halten sollte. Andere Termine konnte ich als Selbständige gut verschieben. Nach der ersten OP der pathologische Befund, welcher beim Chirurgen per Fax grad durchratterte, als ich in seinem Besprechungszimmer saß. Er sprach eher mit sich selbst, als er meinte: “Da habe ich Ihnen aber den A… vor dem Sensemann gerettet …”. Er hatte diese bösartige Entwicklung eines weißen Hautkrebs in seiner 30jährigen Praxis selbst noch nicht erlebt.
Ich hatte wohl wirklich Schutzengel … zur rechten Zeit. Denn wohl wenige Zeit später wäre das Ganze in die Lymphe … metastasiert. Die blanke Existenzangst überrollte mich … obgleich ich dachte, mich mein ganzes Leben auch relativ nüchtern aber wohl nur mental mit dem Tod beschäftigt zu haben. Dann ließ ich mich fallen, voller Vertrauen und mit einigen inneren Prozessen (mithilfe von meinen Liebsten – Ehemann, Kids & wahren Freunden) kam ich an sowas wie die innere Essenz. Und sagte voll und ganz JA ZUM LEBEN! Dann kam ich zu Veit & Human Trust und lernte mit der Angst zu leben.JA!