Seite auswählen

Vor drei Wochen wurde ich morgends in meinem Zimmer unterm Dach schlafend durch scharfen Brandgeruch geweckt. Ich konnte vor lauter Rauch nichts mehr sehen und bin schnell eine Eatge tiefer, meinen Mann der noch tief am schlafen war, wecken, Mantel gegriffen Jeans an, noch ein paar Schuhe in die Hand und raus. Feuerwehr rufen……

Die kam sehr schnell. Ich unter Schock, mein Mann wurde wegen Monoxidüberschuss im Blut direkt ins Krankenhaus gefahren. nach und nach kamen Leute aus der Nachbarschaft die sich das Spiel angesehn haben. Nicht einer, der mich gefragt hätte ob ich Hilfe brauche, oder einfach einen Kaffee oder Beistand…….nur zusehen und sogar lautes Gelächter war zu hören, es war die Hölle. Nachdem der Brand gelöscht wurde, sind alle wieder abgerückt, und ich stand alleine da. Konnte nur das nötigste aus dem Haus holen, alles verrust und habe mir dann ein taxi gerufen und bin zu meiner Mutter gefahren.

Der ganze Keller mit allen Geräten, Waschmaschine, Inliner……………..alles verbrannt. Im ganzen Haus Russ, die Kleidung , Wände Gardinen alles schwarz.

Das ist jetzt 3 Wochen her. Ich mache zur Zeit Couchsurfing, bin bei meiner Mutter. Übermorgen muss ich wieder etwas anderes finden. Nur mit einem kleinen Weekender Koffer ausgestattet. Die Kleidung die noch zu retten war ist zur Reinigung. Der Keller wurde komplett ausgeräumt. Sämtliche Matratzen, Kissen und Bettzeug sind im Container gelandet, und es dauert noch mindestens 6 Wochen wir wieder in das Haus können, da weder Wasser, Strom noch Heizung mehr funktionieren. Ich wollte eigentlich sowieso ausziehen, weil es sich nie wie mein Zuhause angefühlt hat, aber auf diese Weise sollte es nicht sein. Gewaltsam alles weggenommen zu bekommen, tut weh. Und diese Heimat- und Hilflosigkeit auch. Jetzt wird meine Energie wieder an dieses Haus und diesen Mann, den ich verlassen wollte, gebunden. Weiss gerade nicht mehr, wie mein nächster Schritt aussehen sollte. Liebe Grüsse Bärbel