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Im Februar wurde durch ein krasse Kopfschmerzattacke “zufällig” ein Tumor (Meningeom) in meinem Kopf gefunden – und seit dem ist nun nix mehr wie es war…
Ich war bis dahin hin und her gerissen in meinem Job, der eigentlich schon Richtung Traumjob ging – allerdings war ich immer noch dabei meine Kraft und Energie “für andere” ein zu setzen, anstatt wirklich für mich, hab zuviel gearbeitet, Zeit mit meinem Kind vermisst, Freunde und Partner hatten kaum noch Platz – und irgendwie hatte ich keine Ahnung wie ich das ändern sollte – ich brauchte Hilfe…
Hilfe kommt – manchmal heftiger und intensiver als gedacht – manchmal als Tumor im Kopf…
Die erste OP hat mich meinen angestellten Job gekostet – eine Befreiung, da ich nicht wusste wie ich dort gehen sollte…
Eigentlich war das schon ein heftiger Einschnitt, viel Angst und Schmerz – ich hatts dennoch das Gefühl es ist o.k. wie es ist – ich kann mich darauf einlassen, das Positive darin sehen…
Dann der Schock, die Wunde entzündete sich und ich mußte “notfallmäßig” noch mal operiert werden – ein Alptraum, ich brach zusammen, heulte ewig lange….
Diese OP hat dann auch meine Selbständigkeit beendet, denn es war klar die Heilung wird dauern.
Ich hatte das Glück ein Netz von Menschen um mich zu haben, die mich durch diese harte Zeit getragen haben, mit ihrer Liebe, ihrer Energie und ihrem Zuspruch und ich selbst habe noch nie zuvor erlebt wie sehr es wirklich möglich ist sich dem, was passiert hin zu geben, an zu nehmen und zu vertrauen…
Das alles hat tiefe Spuren in mir hinterlassen für die ich zutiefst dankbar bin.
Noch ist das Leben nicht fertig mit mir – ich warte zur Zeit auf die dritte OP in der mein Kopf wieder geflickt werden soll.
Ja, es war echt ein sch… Jahr! Heftig, intensiv, brennend, transformierend – und gleichzeitiv so voller Liebe, Zuversicht und Geborgenheit….
Ich weiß nicht, was noch kommt, was das Leben noch vorhat mit mir, aber ich weiß, dass es gut war, das mein altes Leben sterben durfte!